Wenn man Markus Horns neuen Score im Konzert erlebt, dann ist es weit mehr als „nur“ ein Klavier, das zu einem Film spielt. Durch die Kombination von Elementen aus Klassik, Jazz, Pop und Avantgarde, erweitert mit einem großen Anteil Improvisation, bildet dieser Soundtrack ein komplett eigenes, faszinierendes Universum. Horns musikalische Sprache endet dabei nicht in den typischen Einflüssen der Spätromantik, sondern bringt mit Jazz Rhythmen, Pop Akkorden und abstrakten Passagen neue Impulse und frische Klänge in die Welt der Stummfilmbegleitung.
Bereits mit seiner Musik zu Fritz Langs Meisterwerk „Metropolis“ hat Markus Horn in den vergangenen Jahren bei Konzerten in der ganzen Welt standing ovations für seine intensive Symbiose von Film und
Musik erhalten. Mit Nosferatu präsentiert er nun seinen zweiten Soundtrack zu einem deutschen Stummfilm, der im November 2015 Premiere beim „Teaneck International Film Festival“ in den USA hatte, gefolgt von Aufführungen u.a. in New York, Los Angeles, Deutschland und der Türkei.
Bis zu sechs Monate dauern hierbei die Vorbereitungen für ein neues Projekt. Kompositionen, Themen und Motive werden entworfen, die sich dann mit der Handlung des Films weiterentwickeln und als Grundlage für Improvisationen dienen. Parallel dazu bildet das präzise Kennenlernen des Films einen wichtigen Schwerpunkt, um absolut synchron mit der Handlung spielen und mit dem Film atmen zu können. So entsteht schließlich im Live-Konzert eine eigenständige, kraftvolle und lyrische Begleitung zu F. W. Murnaus expressionistischem Stummfilm-Meisterwerk.
“(...) Der Abend gehörte Markus Horn, der das Publikum mit einem Soundtrack faszinierte, der hervorragend zur fotografischen Partitur passte und eine traumhafte Atmosphäre für die minimalisierte Erzählung mit Untertiteln schuf. Horns intensive Symbiose aus Film und Musik gipfelte in einem mitreißenden Standing Ovation eines begeisterten Publikums am Ende des Films. Diese Version von Nosferatu mit der Begleitung von Markus Horn und einer Laufzeit von 94 Minuten ließ das Publikum nach mehr verlangen. Viel mehr. Ein außergewöhnlicher Eröffnungsfilm. Sehr, sehr zu empfehlen”
- Viewed by Larry Gleeson at San Luis Obispo California State Polytechnical University’s Spanos Theater as part of the 22nd Annual SLO Film Fest, formally known as San Luis Obispo International Film Festival, on March 15th, 2016
Am feinen Steinway-Flügel brillierte im Kunsthaus Markus Horn, der den neuen Soundtrack zum Stück verfasste und Szene für Szene, Note für Note dem Stummfilm-Klassiker von Friedrich-Wilhelm Murnau neues Leben einhauchte. Der begnadete Jazz-Pianist, Mehrfach-Preisträger und Hochschul-Dozent in Hannover, scheute selbst vor ungewöhnlichen Eingriffen in das Innenleben des teuren Flügels nicht zurück, um szenisch zu punkten und die klaustrophobischen Grusel-Effekte des Schwarz-Weiß-Streifens noch zu verstärken. Bereits die Premiere von Horns Soundtrack zum Film im November 2015 in den USA war ein Publikumserfolg. Daran knüpfte nun die spektakuläre Deutschland-Premiere im Rahmen der Altmark Festspiele an, wie Intendant Reinhard Seehafer und Gastgeber Dietrich von Gruben das einmalige Konzert würdigten.
Die gelungene Kombination von musikalischen Elementen aus Jazz, Klassik, Pop und abstrakten sphärischen Improvisations-Passagen machen den Reiz des Cine-Concerts aus. „Am 4. März 1922 gab es im Marmorsaal des Berliner Zoologischen Garten die erste Premiere mit Gästen in Biedermeierkostümen“, erinnerte Intendant Reinhard Seehafer. Viel von diesem Glanz war auch bei der umjubelten Deutschland-Premiere des neuen Klavier-Soundtracks mit Markus Horn im Salzwedeler Kunsthaus zu spüren.
- AZ Gardelegen, Kai Zuber, März 2017
„Markus Horn verschafft der Geschichte mit seinem Spiel am Flügel eine neue Dimension. Einfühlsam begleitet er die ruhigen Szenen, laut und mit viel Dynamik die dramatischen Szenen. Die Wirkung ist beeindruckend und zieht bald alle Zuschauer in den Bann. Der Studiomusiker und Dozent an der Musikhochschule Hannover zeigt mit Spielfreude die ganze Palette seines Könnens, immer passend zu den starken Bildern. ”
- Heilbronner Stimme
“After having Markus here with “Metropolis” at our festival two years ago, I wondered how he could follow up such an amazing performance. But he did it, and again people are buzzing about what an incredible opening night it was. He played such an interesting, varied and often surprising score to accompany the great classic NOSFERATU, and I know he left the audience wanting more. We hope he comes back to San Luis Obispo again soon with another amazing composition and movie. We’ll have to keep finding larger and larger theatres for him too!”
- Wendy Eidson, Festival Director San Luis Obispo International Film Festival
„The pianist was thoroughly in his element, and received a standing ovation after hammering out the
final note.”
- Anna Weltner, Jury Member San Luis Obispo International Film Festival
"Markus Horn is a virtuoso and his performance during the restored screening of Metropolis at the
7th Annual Teaneck International Film Festival was an event to remember!"
- Jeremy Lentz, Executive Director Teaneck International Film Festival